Ensemble, Oktober-November 2026
Liebe Mitglieder, chères amies et chers amis,
Une joie partagée est une joie décuplée. Un chagrin partagé est un chagrin diminué de moitié. (Geteilte Freude ist zehnfache Freude. Geteilter Kummer ist halb so schwer.)
(C. A. Tiedge)
La joie et la peine sont très proches l’une de l’autre. (Freud und Leid liegen nah beieinander.) Wir erhielten die traurigen Nachrichten, dass unsere langjährigen Mitglieder, Herr Dr. Heuer im Alter von 87 Jahren und Herr Dr. Seiler im Alter von 96 Jahren, verstorben sind. Herr Dr. Seiler nahm lange Jahre an den Aktivitäten der DFG teil und interessierte sich auch im hohen Alter noch für das Deutsch- Französische und las mit Freude die Beiträge in der Lettre d’information. Unser
Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern und Enkelkindern.
Herr Dr. Heuer lebte für die deutsch-französiche Verständigung, das Deutsch- Französische und die DFG. Er hatte eine Passion, an der er die Mitglieder teilhaben ließ: das französiche Chanson. Er organisierte Musik- und Theaterveranstaltungen und ließ das Publikum berühmte Musikerinnen wie Barbara, ZAZ und Carla Bruni erleben. Er förderte die Jugendarbeit der DFG und unterstützte die Aktivitäten unserer Gesellschaft.
Nun hat er uns leider verlassen. Wir sind dankbar, dass wir an seiner Leidenschaft für das Deutsch-Französische teilhaben konnten. Unsere Anateilnahme gilt seiner Frau und seiner Familie.
Et la joie et très proche des nouvelles tristes. Und die Freude ist so dicht an den
traurigen Nachrichten, aber so ist das Leben.
Die Verleihung der Europamedaille hat unsere Freude vervielfacht. Wir haben Ihnen den ausführlichen Bericht bereits geschickt, und Ihre Reaktionen zeigten uns, dass die Freude auch ganz auf Ihrer Seite ist. Unsere neuen Mitglieder können einen ausführlichen Bericht auf der Homepage finden. Es hat uns auch sehr gefreut, dass unser Dachverband, die VDFG (Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa), von dem ich häufig erzähle, auch einen Bericht über diese Auszeichnung in dem deutschlandweit erscheinenden Newsletter Eingang
gefunden hat. Le voilà (Hier ist der Bericht von Jochen Hake, dem Vorsitzenden der
VDFG):
Europamedaille für DFG Bielefeld

Sie überbrachten die Ehrung: Frank Strothmann, Erster Bürgermeister der Stadt Bielefeld, und Verena Mertens, MdEP in Straßburg, mit Marie-Lu Matzke, Vorsitzende der DFG Bielefeld, und Ulrich Reetz, Schatzmeister der DFG Bielefeld (v.l.n.r.)

Foto: Andreas Zobe
„Die Deutsch-Französische Gesellschaft Bielefeld e.V. kann sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Am 21. Juli 2026 bekam sie die Europamedaille überreicht. Mit dieser Medaille würdigt die CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament seit 1993 Menschen und Organisationen, die sich in besonderer Weise für Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und den europäischen Gedanken einsetzen.
Verena Mertens, MdEP, und Frank Strothmann, Erster Bürgermeister der Stadt Bielefeld, hielten im Beisein des Vorstandes und des Beirats in feierlich entspanntem Ambiente die Laudationes. Frank Strothmann ging auf die nunmehr 76-jährige Geschichte ein, und Verena Mertens stellte in ihrer Laudatio das
Element der Begegnung als Fundament und Leitmotiv Europas in den Mittelpunkt. „Vertrauen ist unverzichtbar, um diese einzigartige Idee von Europa über Grenzen hinweg zu überwinden, zu realisieren”, so Verena Mertens. Sie hob den geduldigen und steten Einsatz der DFG und die Offenheit,
Begegnungen zu schaffen und Brücken zwischen Menschen, Generationen und Nationen zu bauen, hervor. Die Europamedaille übermittelt Respekt und Anerkennung für die, so die Europaabgeordnete, beeindruckende Leistung.
Marie-Lu Matzke als DFG-Präsidentin brachte die übergroße Freude und Dankbarkeit über die Verleihung der Europamedaille an die DFG Bielefeld zum Ausdruck: eine wunderbare Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements, die alle mit großem Stolz erfüllt und motiviert, die Arbeit mit Enthusiasmus
weiterzuentwickeln und fortzuführen.
Sie betonte, dass es nur gelingen wird, das durchaus zerbrechliche Erbe der Nachkriegszeit zu bewahren, zu fördern und weiterzuentwickeln, wenn man gemeinsam auf Orts-, Landes- und Bundesebene in Deutschland und Frankreich und Europa daran arbeitet.
Nähere Informationen sind jetzt auf der Homepage der DFG unter www.dfgbielefeld.de nachzulesen.
Der VDFG-Vorstand – leider terminlich an diesem Ehrentag verhindert – übermittelte seine Glückwünsche.“
Und nun zunächst zum kommenden Programm, bevor wir in einem zweiten Teil über die vergangenen Aktivitäten ausführlicher berichten.
Am 15. Oktober 2026 tauchen wir um 18.15 Uhr in der VHS, Ravensberger Spinnerei mit Frau Professor Dr. Ruth Florack in die Seele unserer Nachbarn ein: „Aktiver und passionierter als wir“: die Franzosen, „dieses veränderungslustige Volk“.
„Das klingt fast wie ein Kommentar zur heutigen Europa-Politik. Doch er stammt aus der Feder von Heinrich Heine. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt, dass die Rede über Frankreich und die Franzosen jahrhundertelang von Wahrnehmungsmustern geprägt war, die bis heute bekannt sind. Woher kommen derartige Stereotype über ‚die‘ Franzosen und warum halten sie sich so hartnäckig? Sind es nur Vorurteile? Eine literaturwissenschaftliche Spurensuche erhellt Art, Ursprung und Funktion solcher Stereotype.“
Im Anschluss an den Vortrag können Sie Fragen stellen, miteinander oder mit der Referentin diskutieren und den Abend bei einem Getränk ausklingen lassen.
Am 7. November 2026 findet von 13:00 – 15:00 Uhr die Führung durch die neue Ausstellung Georg Tuxhorn und die zweite Generation der „Bielefelder Moderne“ im Museum Peter August Böckstiegel in leichter französischer Sprache statt.
Der künstlerische Nachlass von Georg Tuxhorn (1903–1941), einem jung verstorbenen Weggefährten Peter August Böckstiegels in Dresden und Bielefeld, wurde von der Familie des Künstlers nach Werther gegeben. Ein großer Teil dieser Werke Tuxhorns kann nun erstmalig öffentlich ausgestellt werden; daneben wird das Schaffen von sieben weiteren Künstlern und einer Künstlerin gezeigt: Gertrud Breyholz (1892–1954), Werner Hagemeister (1901–1943), Adolf Kranz (1908–1939), Theo Ortmann (1902–1941), Carl Robert Pohl (1891–1946), Florenz Robert Schabbon (1899–1934), Carl Strüwe (1898–1988) und Alfred Wiese (1894–1960).
In entspannter Atmosphäre erhalten Sie die Möglichkeit, Kunst und Sprachemiteinander zu verbinden und sich auf Französisch über die Sonderausstellung auszutauschen. Wir freuen uns, wenn Sie die Information zu dieser Veranstaltung auch an Interessierte aus Ihrem Umfeld weiterleiten:
«La lumière est saisissante» – Das Licht ist beeindruckend – ein Museumsbesuch in französischer Sprache
Sa 07.11.2026, 13–15 Uhr, 13,50 €, Anmeldung unter buchung@museumpab.de
Ablauf:
13 Uhr: In einer Einführung werden zentrale französische Begriffe der Malerei vorgestellt, sodass Sie sprachlich gut vorbereitet der Führung folgen können.
13:30 Uhr: Führung in französischer Sprache.
14:30 Uhr: Sie können bei Kaffee und Kuchen die Ausstellung Revue passieren lassen (Selbstzahler:innen-Basis).
Gegen den Novemberblues haben wir nicht nur lichtdurchflutete Gemälde im Programm, sondern auch französische Musik.
Am 20. November 2026 heißt es um 19:00 Uhr in der VHS (Ravensberger Park) “Étrangement bien” – Französische Chansons / Pop / Rock 1950-2025, Rundumschlag Nr. 2 / GROßE VIELFALT Nr. 2. Herr Wiersing Sudau wird Sie in seinem Vortrag wieder exzellent mit der musikalischen Vielfalt unseres
Nachbarlandes unterhalten.
„Lieder auf Französisch erfreuen sich immer mal wieder Erfolge in Deutschland, doch abgesehen von einzelnen Stücken ist die reiche französischsprachige Musikszene fast unbekannt. Vom klassischen Chanson mit Orchester über französischem New Wave Pop, hin zu Liedermachern und Rock-Superstars: Der Umgang mit der Sprache ist so berührend, spielerisch, erfindungsreich und witzig, dass es sich lohnt,
wenigstens die Großen der Größten zu kennen. Dieser Vortrag ist ein Rundumschlag, in dem kurz 15 Sänger und Bands angerissen werden, die jeder Franzose kennt und die Nation prägen. Herausragende Videoclips lassen eintauchen in die 60er, 80er und vergangenen Jahre – kurz ein Überblick für Kennenlerner und Genießer!“
Der Vortrag wendet sich an alle Interessierten, Französischkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine Auswahl von Liedtexten ist übersetzt; die Stücke werden erläutert.
Material für die TN: Auswahl von Texten im Original und den Übersetzungen des Vortragenden
Und natürlich lassen wir Sie nicht auf dem Trockenen sitzen: Wir bieten wie immer Getränke an!
Dauer: 135 Minuten (mit 15 Minuten Pause)
Einlass: 18:30 Uhr
Der 18. Dezember 2026 liegt zwar gefühlt in weiter Ferne, aber wie Sie wissen, müssen wir die Anmeldungen für den Cuisine-Kurs drei Wochen vor der Veranstaltung der Hedwig-Dornbusch-Schule mitteilen. Deshalb melden Sie sich bitte rechtzeitig an. Anmeldeschluss: 27. November 2026 Entgegen der Ankündigung im Flyer werden wir kulinarisch Auguste Renoir, den berühmten französischen Impressionisten, besuchen. Gudrun Streit ist von dem Kochbuch mit Rezepten aus der Küche Renoirs sehr begeistert… Es wird köstlich!
Die genaue Ausschreibung für dieses Kocherlebnis erhalten Sie gesondert.
Cinéma:
Am 26. 10. wird der Film L’attachement (Was uns verbindet) und am 30.11. der Film Vie privée (Paris Murder Mystery) in der Kamera gezeigt. Hier der Inhalt der beiden Filme:
- L’attachement
La réalisatrice Catherine Tardieu décrit dans L’Attachement avec une infinie délicatesse la
relation affectueuse entre Sandra, une libraire volontairement solitaire jouée par Valeria
Bruni Tedeschi et son voisin veuf et père de famille Alex, campé par Pio Marmaï. L’homme
brisé par le décès soudain de sa compagne trouve un appui inattendu chez cette intellectuelle
qui se prend doucement d’affection pour son fils et son bébé. Le duo que forment les deux
acteurs principaux soutenus par de très jeunes acteurs, dont l’étonnant César Botti, est l’un
des plus attachants qu’il ait été donné de voir depuis longtemps. Cette ode à la solidarité
mérite bien son titre.
- Was uns verbindet
Die alleinstehende Sandra lebt in Rennes (Bretagne) und betreibt einen Buchladen. Als das
Ehepaar aus der Nachbarwohnung, Alex und seine Partnerin Cécile, zur Entbindung ins
Krankenhaus muss, erklärt sich die Buchhändlerin bereit, auf den sechsjährigen Sohn Elliott
aufzupassen, obwohl die Mitte 50-Jährige mit Kindern wenig anzustellen vermag. Bei der
Geburt kommt es allerdings zu Komplikationen und die Mutter stirbt. Sandra wächst in der
folgenden Zeit nicht nur für den Jungen immer mehr in die Rolle einer wichtigen weiblichen
Bezugsperson hinein, sondern auch für den verwitweten Vater und das Neugeborene, die
Tochter Lucille. Es entsteht eine tiefe Bindung zwischen Sandra und den trauernden
Hinterbliebenen, auch wenn sie dabei austarieren muss, wo ihre Grenzen sind.
- Vie privée
Jodie Foster et Daniel Auteuil en ex-mari, justifient à eux seuls de voir Vie privée, comédie à
suspense signée par la réalisatrice Rebecca Zlotowski. L’enquête farfelue de la psychiatre
(Jodie Foster) persuadée qu’une de ses patientes a été assassinée offre un beau rôle – en
français – à la star américaine. C’est effectivement un régal de voir cette femme se lancer dans
l’aventure sur la piste d’un mystérieux assassin. L’héroïne croise des personnages savoureux
joués par Virginie Efira, Mathieu Amalric, Vincent Lacoste et Noam Morgensztern de la
Comédie-Française sans oublier le grand réalisateur Frederick Wiseman, l’autre Américain de
cette réjouissante galerie.
- Paris Murder Mystery
Seit Jahren schon lebt die US-Amerikanerin Lilian Steiner (Jodie Foster) in Paris, wo sie sich
einen Namen als Psychotherapeutin gemacht hat. Zuletzt läuft es aber nicht mehr rund bei ihr.
Der Tod einer ihrer Patienten Paula (Virginie Efira) geht ihr nahe, zumal es heißt, dass diese
Selbstmord begangen hat. Aber kann das sein? Die Psychotherapeutin will das nicht ohne
Weiteres hinnehmen, geht vielmehr davon aus, dass es sich um Mord handelt. Also begibt sie
sich auf die Suche nach der Wahrheit und wird dabei von ihrem Ex-Mann Gabriel (Daniel
Auteuil) unterstützt, der seinerseits nie darüber hinweggekommen ist, dass die Beziehung
vorbei ist. Eine schöne Rolle – auf französisch – für Jodie Foster.
Der Sommer war alles andere als ereignislos, und eine Sommerpause gab es nicht.
Hier die Rückblicke:
Im März hatten wir Frank Röhl zu Gast, der über die Interkulturelle Kompetenz- ein humoristischer Blick auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sprach.
Zum Vortrag war das Publikum zahlreich erschienen, um den launigen, kritischen und informativen Ausführungen von Herrn Röhl zuzuhören. Er sprach über typische Freund- und Feindbilder, kulturelle
Determinanten, Kulturdimensionen, Kommunikation und Etikette in der Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich.
Von Anfang an herrschte eine offene Atmosphäre, die das Publikum dazu verleitete, eigene Beiträge zum Thema beizusteuern. Esentwickelte sich eine lebhafte Diskussion, und die Zuhörer wollten eigentlich gar nicht nach Hause gehen.
Der allgemeine Tenor war: Es möge bald eine Fortsetzung zu diesem wunderbaren Vortrag geben.
(Text Regine Ortmann)
Ähnlich war es bei den Vorträgen über ZAZ und Boby Lapointe mit Herrn Wiersing Sudau. Boby Lapointe, hierzulande eher unbekannt, ist in Frankreich für seine Wortspiele und seinen Humor in seinen Liedern
bekannt… leider kam der Ruhm erst nach seinem Tod. Humor: Herr Wiersing Sudau untermauerte seinen Vortrag mit vielen anschaulichen Beispielen des französischen Humors anhand vieler Exponate. Charly
Hebdo, Le petit Nicolas und Molière rundeten den Vortrag über den Musiker Boby Lapointe ab.
ZAZ war ein richtiger Publikumsmagnet. Das zahlreich erschienene Publikum genoss die bekannten und unbekannten Lieder der Sängerin und erfuhr von ihrem ungewöhnlichen Werdegang, der auch in ihren
Liedern einen Niederschlag findet. Auch dieser Abend war ein voller Erfolg. Schade, dass wir bis zum November warten müssen, um ein weiteres Mal in die französiche Musikszene einzutauchen.
Der 14. Juli in Senne war wieder ein sehr schönes deutsch-französisches Fest: Man erfreute sich an den französischen Spezialitäten – Corinne Cheny sorgte für die leckeren Galettes und Crêpes – wir hatten Far breton und Quiche Lorraine im Angebot, es gab Merguez und natürlich Cidre, Wein, Bier, Wasser, Saft … und sehr viele unterhaltsame Gespräche. In diesem Jahr war das Wetter auf unserer Seite und sorgte für einen entspannten, warmen Abend unter freiem Himmel.
Zwei Tagesausflüge standen ebenfalls auf dem Programm:
- die Fahrt nach Düsseldorf, um die Ausstellung Monet-Matisse-Cézanne zu
besuchen und einen Abstecher zum malerischen Dorf Zons am Rhein zu
machen. Diese Fahrt, organisiert von Gudrun Streit, brachte die Bielefelder,
Herforder und Detmolder zusammen, die einen sehr unterhaltsamen,
entdeckungsreichen Tag miteinander verbrachten. - die Fahrt zum Kloster Bentlage zum Thema Märchen. Diese Fahrt, organisiert
in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft Bielefeld von Professor Dr.
Braungart und Dr. Jutta Golawski-Braungart, eröffnete den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern den Bereich der Märchen. Diese informative Fahrt brachte
alle Mitfahrenden ins Gespräch und verschaffte allen ein sehr schönes
Erlebnis.
Tradition trifft Innovation: Unsere Rencontre estivale zur Glasmalerei Peters in Paderborn
Am 26. August durften wir als DFG Bielefeld einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen werfen: Wir besuchten die Glasmalerei Peters Studios in Paderborn. Der traditionsreiche Familienbetrieb, der seit über 100 Jahren für meisterhafte Handwerkskunst steht und international operiert, öffnete für uns seine Werkstätten.
Bei einem spannenden Rundgang durch die verschiedenen Werkstattbereiche erlebten wir hautnah, wie das Unternehmen den Spagat zwischen jahrhundertealter Tradition und modernen, innovativen Techniken meistert, Techniken, die den hohen technologischen Standard des Betriebs unterstreichen. Ob in der sakralen Kunst, wie etwa bei der Restaurierung und Neugestaltung von Kirchenfenstern (z. B. die
Kathedralen von Sevilla, Chartres, Girona) oder bei profanen Architekturprojekten (z. B. Flughafen Hongkong, New Yorker U-Bahn) – die Liebe zum Detail, die handwerkliche Präzision sowie die Entwicklung und Umsetzung ausgefallener, innovativer Techniken beeindruckten uns sehr.
Ein besonderes Highlight war der Einblick in die aktuellen Arbeiten für acht neue, künstlerisch gestaltete Buntglasfenster des Ulmer Münster. Zu sehen, wie solch ein umfangreiches und künstlerisch anspruchsvolles Projekt Gestalt annimmt, war für uns ein faszinierendes Erlebnis.
Nach den zahlreichen Informationen in den Werkstätten und vielen visuellen Eindrücken bot das nahegelegene Marktcafé den perfekten Rahmen für eine gesellige Stärkung. Den Abschluss unserer ‚rencontre estivale’ bildete ein entspannter Spaziergang durch das historische Paderquellgebiet, die grünen Oase der Stadt, bei dem wir den Tag bei bestem Wetter gemeinsam ausklingen ließen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren, merci auch an Marie-Lu, die uns anekdotenreich durch ihre alte Heimat führte – es war ein gelungener Tag, voller Kultur, Kunst und anregender Gespräche.
Wir freuen uns schon auf unser nächstes gemeinsames Erlebnis.
(Text Gabriele Lenger)
Im September konnten wir Boules unter professioneller Anleitung spielen. Herr Hüser hatte noch zwei Mitglieder des Boule Club Brackwede mitgebracht, die das Spiel unterstützten. Leider waren in diesem Jahr nicht so viele Teilnehmende anwesend, aber die, die da waren, haben das Spiel richtig genossen und wollten eigentlich gar nicht aufhören.
Am vergangenen Samstag fand erstmalig unser neues Angebot Marcher – Parler et Découvrir unter der Leitung von Axel Detert und Doris Elebracht statt. Einen ausführlichen Bericht gibt es in der nächsten Ausgabe der Lettre d’Information.
Auch die Abiturpreise konnten wieder verliehen werden. Wir gratulieren den Preisträgern und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg nur das Beste.
Wir bedanken uns bei allen Unterstützern für die Durchführung der Angebote! Es istwirklich wunderbar zu erleben, wie sich die Einzelnen so für das Deutsch- Französiche engagieren – egal ob sie Mitglieder sind oder nicht. MERCI.
Voilà. Das war (k)ein kurzer Ausschnitt unseres Vereinslebens. Wir verzichten hier auf die üblichen weiteren Anregungen, möchten es aber nicht versäumen, Erinnerungen zu wecken:
Auf welches Event haben Generationen jedes Jahr gewartet? Inzwischen hat sich der Hype ein wenig gelegt, aber am 3. Donnerstag im November (troisième jeudi de novembre) ist es so weit: Der junge Beaujolais ist im Verkauf und der Verkostung.
L‘événement festif et populaire pour déguster le vin nouveau de l’année: Le beaujolais nouveau!
Und wenn Sie sich mit französischen und deutschen Sichtweisen bezüglich der Politik auseinandersetzen möchten, können wir Ihnen den Podcast von der Journalistin Hélène Kohl empfehlen. Zur Bundestagswahl 2021 hat das Deutsch- Französiche Institut über Le Podkast erstmals in der Form eines Podcasts in französischer Sprache über Politik in Deutschland informiert. Das Konzept dafür wurde von der in Berlin ansässigen, französischen Journalistin Hélène Kohl entwickelt. Alle zwei Wochen erzählt und erklärt sie die deutsche Politik auf Französisch. Dabei kommen Expertinnen und Experten zu Wort, Reportagen und ein
„Micro-Trottoir“ tragen ebenfalls zur Attraktivität dieses Podcasts bei. Im Rahmen dieser Kooperation sind über 100 Folgen entstanden. Über 50.000 Personen haben bis heute eine ganze Sendung angehört.
Und wie kommen Sie an diesen Podkast? Einfach dem Link folgen. Dieses geschieht
einzig und allein auf Ihre eigene Verantwortung. Le Podkast
Le petit journal touche à sa fin (Wir kommen nun zum Schluss):
Genießen Sie die schönen Oktobertage und wirken Sie mit unseren Lichtblicken dem Novemberblues entgegen.
… der Französische Dom in Berlin leuchtet bereits für Sie bei “Berlin leuchtet”

Donc à la prochaine!
Cordialement,
gez. Marie-Lu Matzke, Vorsitzender
Doris Elebracht , 2. Vorsitzender
Ulrich Reetz, Schatzmeister
